Wie sieht’s aus, Chef?

Eine längere Absenz ist nicht unmöglich. Es braucht den Mut, das zu sagen, was man will, ohne sich selber in der Wunschphase zu zensurieren. Wer da scheitert, wird nie einen ersten Schritt tun. Für mich war es schon immer klar, dass ich den Jakobsweg ganz und von der Haustür aus gehen wollte. Die Rechnung war einfach: Rund 2’100 Kilometer, 25 pro Tag, Das heisst, ich musste rund drei Monate einplanen. Dass es dann 72 Tage wurden, war nicht berechenbar: Gute Fitness, gutes Wetter, viel Freude, das beflügelt.

Die Schuhe

Seit dem Jakobsweg mit den rund 2’100 gewanderten Kilometern ist mir klar geworden, wie wichtig die Schuhe sind. Nach den ersten Tagen werden die Füsse sensibler. Wenn die Schuhe zu eng sind, ist jeder Schritt schmerzhaft. Mit der Zeit, so hat mir mein Schumacher rictigerweise erklärt, werden die Schuhe wegen der Sohlenkrümmung auch kürzer. Damit verschiebt sich ein weiterer möglicher Schmerzpunkt nach vorn zu den Zehen.

Der Entscheid

Die Vorbereitungen brauchen ihre Zeit – manchmal achtzehn Jahre, wie bei meiner ersten Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg, 2014. Es gibt Vieles zu organisieren. Besonders für Menschen im Berufslaben und mit Familie. Nicht nur der Pilgerweg, die Strecke und die Bekleidung. Das ist das Geringste. Vielmehr sind es die Arbeit, und die Familie, die ihre Ansprüche stellen. Insbesondere wenn Kinder da sind, oder Mann als Alleinerziehender sich will auf den Weg machen.